Windenbergung

Bei einer Bergung mittels Rettungswinde benötigt man im Gegensatz zur Seil-/Taubergung keine Zwischenlandung des Hubschraubers. Wird bei der Erkundung des Einsatzortes von der Luft aus festgestellt, dass eine Landung am Einsatzort nicht möglich ist dann wird eine Windenrettung vorbereitet. Dazu schwebt der Hubschrauber über dem Einsatzort und der sich an Bord befundene „Winch-Operator“ öffnet die Schiebetüre auf der Seite an der das Windensystem befestigt ist. Gesichert mit einem Klettergurt vor Abstürzen stellt sich der Winch-Operator auf die Kufe.

Nun hängen sich Flugretter und Notarzt in die Rettungswinde ein. Das medizinische Personal wird jetzt vom Winch Operator mit der Winde zum Patienten gelassen. Während des Abseilvorgangs hält der Pilot die Maschine so ruhig wie möglich. Dies erfordert speziell in gebirgigem Gelände Feinfühligkeit und Erfahrung der Piloten da Windböen, Fallwinde und andere Einflüsse die Maschine schnell aus dem Gleichgewicht bringen können.

Die Winde besitzt ein 90mm Stahlseil mit einer definierten Maximallast. Als Bespiel besitzt die Rettungswinde der BK117 der ARA Flugrettung eine Maximallast von 270kg. Der Patient wird nun mit der Winde zum Helikopter hochgezogen (mittels Bergesack oder Petzl-Dreieck) und danach in den Helikopter geladen. Eine Zwischenlandung ist nicht mehr dringend erforderlich, außer der Patientenzustand fordert eine weitere Versorgung am Boden! So kann direkt die zugewiesen Klinik angesteuert werden.